Lachen ist das Gegenteil von Stress. Was passiert eigentlich bei Stress? Die menschliche Reaktion auf Gefahr ist seit Jahrmillionen die gleiche. Was musste ein Neandertaler bei Gefahr tun? Laufen oder Raufen! Für beides brauchte er so viel Sauerstoff und somit Blut wie möglich in den Muskeln. Die dafür notwendige Reaktion wird durch die Stresshormone eingeleitet. Diese Hormone (v.a. Adrenalin und Cortison) haben jedoch nicht nur die gewünschte Wirkung sondern fördern auch den Alterungsprozess und die Arterienverkalkung. Außerdem werden bei der Stressreaktion die inneren Organe und die Haltemuskulatur schlechter durchblutet – das Blut ist ja in den Muskeln. Die Stressreaktion eines Neandertalers dauerte nie lange. Entweder er hat erfolgreich gekämpft und Nahrung erjagt oder ist erfolgreich geflüchtet oder er war in kurzer Zeit der Verlierer.

Der moderne Mensch steht jedoch oft dauernd „unter Strom“, sodass die Stressreaktion oft den ganzen Tag manchmal sogar ohne Pause über längere Zeit hinweg abläuft. Dann fördert dies nicht nur die Arterienverkalkung sondern es wirkt sich auch die dabei stattfindende Minderdurchblutung der inneren Organe und der Haltemuskulatur negativ aus. Der Magen und die gesamte Verdauung rebellieren (Gastritis, Stuhlunregelmäßigkeiten, Völlegefühl) oder es schießt im Kreuz ein oder der Nacken verspannt. Auch die körpereigene Abwehr funktioniert nicht wie gewünscht, die Infekthäufigkeit steigt. Da unsere körpereigene Abwehr auch für das Erkennen von Krebszellen zuständig ist, kann Dauerstress im Endeffekt sogar zu einem erhöhten Krebsrisiko führen.

Es wäre also wichtig Stress zu vermeiden. Das ist leicht gesagt und oft schwer getan. Vielleicht hilft Ihnen diese kleine Geschichte dabei. Jedenfalls hilft Ihnen das Lachen. Kinder lachen im Durchschnitt 400 Mal am Tag, Erwachsene nur rund 15 bis 20 Mal. Nehmen wir uns also diesbezüglich die Kinder zum Vorbild und beherzigen wir die alte Weisheit: Lachen ist die wichtigste Medizin!